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Das erste Zeitdokument, das Aufschluss darüber gibt, dass es lange vor der Gründung der Musikkapelle im Jahre 1921 Blasmusik in Biberach gab, ist ein Bild aus dem Jahre 1907. Bei der Fahnenweihe des "Biberacher Militärvereins" traten erstmals Biberacher Blasmusiker in Erscheinung. Später trennten sich die Musiker in zwei Lager. Zum einen waren es die so genannten "Bartruffmusiker", zum anderen Musiker, die sich um Friedrich Pfeil scharten. Diese Kapelle hatte um 1920 ein Stärke von 8 Musikern.
Musikkapelle um 1920 Musiker von links nach rechts: Hermann Pfeil, H. Braun, Martin Bartruff, Karl Hess, Wilhelm Bartruff, Hermann Schütz, Johann Hess, Friedrich Pfeil Im Jahre 1921 wurde die Musikkapelle Biberach von den Musikern :
Musikkapelle um 1925 - 1926 Stehend von links nach rechts : Fritz Ritter (Bonfeld), Albert Englert, Johann Hess, Adolf Kübler, Gottlob Gehring, Ernst Hess, Adolf Gehring, August Rögelein Im Jahre 1925 hatte die Musikkapelle eine stattliche Anzahl von 14 Mitgliedern. Der Jüngste, Karl Pfeil war gerade mal 12 Jahre alt. Für ihn gab es öfter schulfrei, wenn die Auftritte der Musikkapelle bis spät in die Nacht dauerten. in den darauf folgenden fünf Jahren gab es in der Mitgliederzahl ein ständiges auf und ab. Anfang der dreißiger Jahre wurde beschlossen, künftig in einheitlicher Kleidung aufzutreten.
Im Jahr 1931 präsentierte sich die Musikkapelle erstmals in neuer Uniform Stehend von links nach rechts : Karl Heß, Albert Englert, Johann Hess, Gottlob Gehring, Ernst Hess Die Kapelle wurde für die verschiedensten Anlässe engagiert. Es gab kaum ein Fest in Biberach bei dem die Musikkapelle nicht mitwirkte. Das erste schriftlich vorliegende Dokument der Musikkapelle ist eine Einladung zu einem Musikfest am 11. März 1933.
Musikkapelle 1950
Unter der Führung von Hermann Pfeil und Hermann Jäger fanden sich 18 Männer zusammen, um die Musikkapelle neu zu beleben. Erster Dirigent war Hermann Pfeil. Einen Vorstand gab es noch nicht. Kurze Zeit später übernahm Hermann Jäger das Amt des Dirigenten.
Biberacher Musikkapelle 1955 Die Kapelle nahm zum ersten Mal an einem Wertungsspiel teil. In Neckargartach stellten sich unter der Leitung von Hermann Jäger 14 Musiker den Wertungsrichtern. Im gleichen Jahr übernahm Bernhard Teschler aus Bad Wimpfen die musikalische Leitung. In diesem Jahr erfolgte der erste Auftritt im Süddeutschen Rundfunk. Bei der Sendung "Mit Volksmusik ins Land hinaus" am 25. April wirkte auch die Musikkapelle mit. Auf dem Wimpfener Talmarkt spielte die Kapelle sechs Tage lang im Festzelt "Simon" zur Unterhaltung auf. Mit diesen und anderen Auftritten verdiente sich die Kapelle das nötige Geld für Dirigent und Noten. Der Gemeinderat von Biberach beschloss, die Musikkapelle mit einem Zuschuss von 300 DM zu fördern. Ein stolzer Betrag, wenn man bedenkt, das die Kapelle heute mit 700 DM von der Stadt Heilbronn gefördert wird ! Die Kapelle zählte mittlerweile 17 Musiker. Zu erwähnen ist hierzu, dass die Kapelle sowohl früher wie auch noch heute - keine passiven Mitglieder hat ! Eine Aufgabe, damals wie heute, war das Mitwirken am kulturellen Leben in Biberach. Gespielt wurde bei Veranstaltungen örtlicher Vereine, bei Dorfabenden sowie zum Tanz in der Brauereigaststätte. Aber auch kirchliche Veranstaltungen wurden musikalisch mit gestaltet. Beim Wertungsspiel in Obereisesheim 1969 erzielte die Kapelle 116 von 120 Punkten in der Mittelstufe. Der Auftritt wurde vom SDR mit geschliffen und gesendet. Die Kapelle bestand mittlerweile aus 20 Musikern, davon nur drei unter 18 Jahren. Begonnen hatte das Jahr mit einer entscheidenden Veränderung : bei der Hauptversammlung im Januar legte Reinhold Hess sein Amt als 1. Vorsitzender nieder und Franz Klutz wurde zu dessen Nachfolger gewählt. Zweiter Vorsitzender wurde Karl-Heinz Pfeil. Bei der Alten Turnhalle wurde erstmals ein Musikertreffen durchgeführt. Es war dies die erste eigene Veranstaltung der Kapelle und das erste Maifest. Bei der Hauptversammlung wurde die Anwerbung von Jugendlichen diskutiert. Dies sei notwendig, um die Kapelle auf Dauer am Leben zu erhalten. Der katholische Ortspfarrer Josef Mayer verlässt nach 14 Jahren Biberach. Bei der Abschiedsfeier wirkt auch die Musikkapelle mit. Beim Maifest wurde das erste Mal ein Tanz in den Mai veranstaltet. Beim Maifest wurden Jugendlich aufgerufen, bei der Musikkapelle ein Instrument zu erlernen. Am 4. Mai war es dann soweit: 14 Jugendliche kamen zum ersten Informationsabend Bis zum Herbst wuchs die Zahl auf 31 Jungmusiker an. Bereits am 2. November hatten die Jugendlichen ihren ersten Auftritt bei der Einweihung der neuen Böllingertalhalle.
Jugendkapelle 1974 unter der Leitung von Franz Klutz Am 1. Januar wurde Biberach Stadtteil von Heilbronn. Bei der Eingemeindungsfeier war auch die Musikkapelle vertreten. Erstmals wurde das Maifest und der Tanz in den Mai in der neuen Halle durchgeführt. Bei dieser Veranstaltung wurde Dirigent Bernhard Teschler und der Musikkamerad Karl Pfeil für 50jähriges aktives Musizieren geehrt. Bei der Einweihung des Dienstleistungszentrums am Ratsplatz spielten die Jugendkapelle und das Aktivenorchester erstmals gemeinsam. Das Orchester hatte somit eine Stärke von 50 Musikern. Bei dem Versuch einem verunglückten Arbeitskollegen zu helfen erlitt unser Musikkamerad Josef Bierbaum einen tödlichen Unfall. Ein erstes "Hochzeitsgeschenk" der Stadt Heilbronn zur Eingemeindung wird übergeben : das Hallenbad bei der Schule wurde mit einem Parkfest eingeweiht, an dem sich auch die Musikkapelle beteiligte. Erster Kontakt mit Biberach/Neu-Ulm. Die Musikkapelle dieses 600 Einwohner zählende Ortes will anlässlich seines 100jährigen Bestehens alle Musikkapellen aus den Orten Biberach innerhalb Deutschlands einladen. Beim marschieren am 1. Mai stellen wir zum ersten Mal unsere neuen Uniformen in der Öffentlichkeit vor. Im Juni fanden in der Böllingertalhalle die Aufnahmen für eine Sendung des SDR in der Reihe "Sang und Klang aus Stadt und Land" statt. Ebenfalls im Juni statteten wir unseren neuen Musikfreunden und Namensvettern aus Biberach/Neu-Ulm zu deren 100jährigen Bestehen einen Besuch ab. Ein Kontakt der bis heute Bestand hat. Nach langen Beratungen im Ausschuss wurde auf der Hauptversammlung im Februar erstmals eine Satzung beschlossen. Mit diesem Beschluss erfolgte auch die Eintragung im Vereinsregister. Von nun an war man "e.V".
Bernhard Teschler Bei der Winterfeier wurde Dirigent Bernhard Teschler mit der höchsten Auszeichnung geehrt, die der Blasmusikverband Baden Württemberg zu vergeben hat: der Fördermedaillie in Gold. Gleichzeitig wurden sechs Musiker für 30jähriges aktives musizieren geehrt: Albert Berg, Albert Kübler, Otmar Hess, Hugo Esslinger, Hubert Degenhard und Franz Klutz
Als Nachfolger von Bernhard Teschler übernimmt Lothar Schulz als neuer Dirigent die Musikkapelle In Heilbronn findet das 1. Landesmusikfest statt. Beim Wertungsspiel in der Oberstufe erzielt die Musikkapelle einen 1. Rang mit Belobigung. Im Herbst musste Dirigent Bernhard Teschler wegen einer Augenkrankheit nach 26 Jahren den Taktstock abgeben. Nachfolger wurde - zunächst nur vorübergehend, später auf Dauer - der damalige Kreisverbandsdirigent Herr Lothar Schulz. Nach 1973 wurde in diesem Jahr erneut eine Jugendkapelle ins Leben gerufen. Bei der Einweihung des neuen Stadions an der Bibersteige wirkte die Kapelle musikalisch mit.
Konzert bei der Unterländer Ausstellung 1984
Das Jahr 1983 sollte für den Verein nicht nur schöne Ereignisse bescheren. Begonnen hatte es zunächst mit zwei erfreulichen Ereignissen: Lothar Schulz erklärte sich bereit, die Kapelle fest zu übernehmen. Sein Vorgänger Herr Bernhard Teschler wurde zum ersten Ehrendirigent des Vereins ernannt. Bei der Hauptversammlung im Januar vollzog sich ein Schritt zum Generationswechsel innerhalb der Vorstandschaft: Franz Ziegler gab nach 21 Jahren sein Amt als Schriftführer an Joachim Muscheck ab. Joachim Muschek war ein Musiker aus der ersten Jugendkapelle, die 1973 gegründet wurde. Im Oktober musste die Kapelle erneut den tragische Tod eines Musikkameraden hinnehmen. Vom Kaiserstuhl ereilte uns die Nachricht, dass Hubert Degenhard während eines Urlaubs plötzlich verstorben war. Bei der Hauptversammlung der Kapelle ergaben sich erneut wichtige Veränderungen in der Vereinsführung. Nach 17 Jahren gaben Franz Klutz und Karl-Heinz Pfeil ihre Ämter als erster und zweiter Vorsitzender ab. Unter Ihrer Verantwortung vollzogen sich bedeutende Veränderungen. Mit der Gründung einer Jugendkapelle erfolgte ein entscheidender Schritt zum Erhalt der Kapelle. Mit Jürgen Straub als Erster und Uli Hofacker als Zweiter Vorstand wurden erneut zwei Musiker aus der Jugendkapelle von 1973 in die Vorstandschaft gewählt. Auf der Winterfeier wurden die beiden ehemaligen Vorstände Franz Klutz und Karl-Heinz Pfeil mit der Fördermedaille in Silber vom Bundesverband Deutscher Blas- und Volksmusikverbände geehrt. Franz Klutz erhielt von Ortsvorsteher Hubert Hekler zusätzlich die Ehrennadel des Landes Baden Württemberg verliehen. Im September wurde mittlerweile die dritte Jugendkapelle ins Leben gerufen. Auch 1990 gab es zahlreiche Auszeichnungen in der Kapelle. Dirigent Lothar Schulz erhielt für 20jährige Dirigententätigkeit die Ehrennadel in Gold. Weiterhin wurden Franz Klutz, Otmar Hess, Albert Kübler und Albert Berg für 40jähriges aktives musizieren geehrt.
1991 Petra Pahl bei ihrem ersten Auftritt als Dirigentin der Musikkapelle Die letzte Probe vor den Sommerferien war zugleich auch die letzte Probe für unseren Dirigenten Lothar Schulz. Nach 11 Jahren beendete er seine Tätigkeit in Biberach. Nachfolger wurde mit Petra Pahl, die bereits seit einem Jahr die Jugendkapelle leitete, erstmals in der Vereinsgeschichte eine Frau. Karl Pfitzenmaier und Franz Ziegler, 21 Jahre Schriftführer des Vereins, wurden für 40jähriges aktives Musizieren mit der Ehrennadel in Gold des BVBW ausgezeichnet. Bei der Hauptversammlung gab Kassier Otmar Hess nach 42 Jahren sein Amt an Achim Berg ab. Somit war ein weiteres Mitglied der Jugendkapelle von 1973 in die Vorstandschaft gewählt worden. Unter Regie der Freiwilligen Feuerwehr Biberach wurde im Juli das erste Biberacher Stegstreckerfest veranstaltet. Hierbei wirkte die Musikkapelle musikalische mit.
Auftritt der Musikkapelle 1995 beim internationalen Blasmusikwettbewerb in Riva del Garda In diesem Jahr begab sich die Musikkapelle zum ersten Mal auf internationales Parkett. In Riva del Garda nahm die Kapelle am "Flicorno d'Oro", einem internationalen Wettbewerb für Blasorchester teil und belegt den fünften Platz in ihrer Leistungsstufe. Neben den Kapellen wurden auch die Dirigenten bewertet. Hier konnte Petra Heidler einen ersten Platz erzielen. 75 Jahre und kein Unter diesem Motto feierte der Verein sein Jubiläum. Drei Tage wurde ein volles Programm geboten. Angefangen mit einer Rocknacht mit der Gruppe GRACHMUSIKOFF, einem Festabend der Superlative bis zum ersten "Biberacher Oktoberfest" war für jeden etwas dabei. Der Erfolg des "Biberacher Oktoberfestes" veranlasste uns, diese Veranstaltung in regelmäßigen Abständen zu wiederholen. Im Oktober gab unser bisheriger 1. Vorstand Jürgen Straub sein Amt aus beruflichen Gründen ab. 2. Vorsitzender Uli Hofacker führte die Geschäfte des Vereins bis zu Neuwahlen in der Hauptversammlung im Januar 1997 weiter. Bei der Hauptversammlung im Januar übernahm Bernd Pfitzenmaier das Amt des ersten Vorsitzenden von Jürgen Straub, der nach 9 Jahren wegen beruflicher Gründe leider diese Tätigkeit abgeben musste. Ebenfalls im Januar übernahm Dr. Thomas Klutz den Dirigentenstab von Petra Heidler. Sie musste wegen familiären Veränderungen musikalisch kürzer treten. Dr. Thomas Klutz spielte in unserem Verein seit 1973 Klarinette und Saxophon. Am 21. März veranstaltete die Musikkapelle ihr erstes Jahreskonzert in der jüngeren Geschichte des Vereins. Lange Jahre wurde immer wieder über dieses Vorhaben diskutiert, jedoch
jedes Mal wegen Zeitmangels verworfen. Vorstand Bernd Pfitzenmaier konnte an diesem Abend gleich mehrere Musiker für ihr 10jähriges aktives Musizieren im Verein ehren. Michael Pfeil, Ramona Zultner, Steffen Müller, Claudia Bier, Michael Schnepf, Katrin Ziegler, Diana Edelmann und Nadja Zeyer wurde eine Ehrennadel und ein Gutschein überreicht. Im Rahmen seines 75jährigen Bestehens lud
der Musikverein Kirchhausen die Heilbronner Blasorchester zum vierten
Gemeinschaftskonzert in die Deutschordenshalle ein. Sinn dieser Veranstaltung,
die vor einiger Zeit vom Leiter des Schul-, Kultur und Sportamtes Herrn Rudolf
Senghaas ins Leben gerufen wurde, soll es sein, in der Gemeinschaft mit anderen
Orchestern ein Konzertprogramm zu gestalten und dies vor einem großen Publikum
zu präsentieren. Unser Konzertbeitrag umfasste Melodien aus dem Musical
„West-Site-Story“, sowie das Stück „Lustige Musikanten“, ein Solostück für 2
Klarinetten. Gemeinsam mit der Feuerwehr veranstalteten wir an diesem Wochenende das 3. Biberacher Stegstreckerfest rund ums Bezirksamt. aus wirtschaftlichen Gründen fand Sonntag, 30. April der letzter „Tanz in den Mai“ statt
Bei den Wahlen zum 1. Vorstand und zum Schriftführer stellten
sich die Amtsinhaber erneut zur Wahl. So wurden der 1. Vorstand Bernd
Pfitzenmaier, und der Schriftführer Reiner Scharli jeweils einstimmig für drei
Jahre gewählt. Nachdem Achim Berg, der das Amt des Kassiers neun Jahre lang
ausgeübt hatte nicht mehr zur Wahl antrat, wurde Harald Lorch einstimmig zum
Kassier gewählt. Ramona Zultner wurde zur 2. Jugendleiterin gewählt. folgt noch.... folgt noch.... 2008 Folgende Personen wurden gewählt: |
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